| Parschat "Chukkat" (4. Buch Moscheh 19,1 - 22,1) S.417
Der Maschiach kommt nach Kriegen Zum Thema Cheschbon, der Stadt Sichons, die von unserem Lehrer Moscheh
erobert wurde, macht uns die Tora auf eine besondere Tatsache aufmerksam:
"Denn Cheschbon ist eine Stadt Sichons, Königs des Emori; denn er
hatte gegen den früheren König von Moaw gestritten, und hatte
ihm sein ganzes Land bis an den Arnon abgenommen" (21,26). Dazu stellt
sich die Frage, was kümmert uns überhaupt die Geschichte von
Natürlich hat G~tt nichts einfach nur so in die Tora geschrieben. Die talmudischen Weisen vermerken: "Rabbi Schimon ben Lakisch sagte: Es gibt viele Schriftverse, die [scheinbar] gleich den Büchern der Minäer verbrannt werden sollten, und eben diese sind Bestandteile der Tora" (Chulin 60b). Sie scheinen überflüssig zu sein und ganz unnötig erwähnt, und sollten darum eher verbrannt werden, weil es eine Schande sei, sie neben Heiligem aufzuführen. In Wirklichkeit aber verbergen sich dahinter wichtige Prinzipien. Weiter heißt es in diesem Talmudzitat: "Zum Beispiel: 'Denn Cheschbon ist eine Stadt Sichons, Königs des Emori; denn er hatte gegen den früheren König von Moaw gestritten usw.' Was geht hieraus hervor? Der Heilige, gelobt sei er, hatte zu den Israeliten gesagt: 'Du sollst Moaw nicht befehden' (Dt.2,9). Daher sprach der Heilige, gelobt sei er: Mag Sichon kommen und es Moaw abnehmen, und dann die Israeliten kommen und es Sichon abnehmen [da sie es ja nicht direkt von Moaw nehmen durften]. Das ist es, was Rav Papa sagte: Ammon und Moaw wurden durch Sichon gereinigt." Und diese Antwort gab auch Jiftach HaGiladi dem König von Ammon
auf dessen Gebietsforderungen hin. Jiftach war einer der Richter Israels
und stammte selber aus Gilead, dem Erbsitz des Stammes Gad und ehemaligem
Besitze Ammons [siehe dieswöchige Haftara aus dem Buch der
Richter, 11. Kapitel; Parallelen zur aktuellen Lage im Nahen Osten sind
nicht von der Hand zu weisen]. Der König von Ammon behauptete: Ihr
habt unsere Gebiete besetzt! Jiftach, Fachmann ersten Ranges in
Das ist das Besondere an dieser Geschichte: Wir hören von einem
Krieg zwischen zwei Völkern, zwischen den Emoritern und Moaw, mit
dem Israel scheinbar nicht das Geringste zu tun hat. In Wirklichkeit aber
hat es sehr viel damit zu tun, wie unser Lehrer Rabbiner Zwi Jehuda HaKohen
Kuk die Worte der Weisen erklärt: Wenn Staaten einander bekämpfen,
erwarte das Kommen des Maschiach. Alle Kriege bereiten das
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