| Parschat "Wa'etchanan"
(5. Buch Moscheh "Deuteronomium" 3,23 - 7,11) S.435 Was ist 'Hingabe'? Gewisse nichtjüdische Denker behaupteten, Hingabe zu G~tt und Heiligkeit
stünden über der alltäglichen menschlichen Realität,
und daher müsse jemand, der sich in ihnen bemüht, zwangsläufig
in seiner Seelenwelt zerrissen sein. Diese Ansichten brachten sie zu dem
Schluß, daß das religiöse Erlebnis an sich die Krise in
sich trägt, und benannten
Manche behaupten, Hingabe zu G~tt sei erst nach dem Tode möglich,
oder nur bei Leuten, die sich gänzlich vom Leben absondern und in
einen "Elfenbeinturm" zurückziehen, wir Armseligen aber, wie könnten
wir wohl in unserem alltäglichen Leben Hingabe zu G~tt üben...
Und wollten wir einmal annehmen, daß dies möglich sei, dann
aber nur wenigen Einzelnen, aber nicht die Allgemeinheit. Und wer sich
darauf versteift,
Was können wir, die Schüler unseres Lehrers Moscheh, nur machen, wo uns die Tora genau das Gegenteil von allem oben Angeführten lehrt (Dt.4,4): "Ihr aber, die ihr an G~tt hänget, lebt (und nicht jemand außerhalb des Lebens) alle (und nicht einige Bevorzugte) heute (und nicht erst am Ende der Tage)". Was ist nun diese "Hingabe zu G~tt" genau? Vor allem ist sie spirituell
und nicht unbedingt praktisch, tätlich gemeint: Kontaktaufnahme mit
dem Schöpfer der Welt. Diese Kontaktaufnahme beginnt bei der Überlegung:
Wer sind wir, und wer ist G~tt. Langsam verstärkt sich diese Kontaktaufnahme
bis hin zur Aufrüttelung des Willens. Langsam aber sicher wird
die Hinsehnung zu G~tt und seiner Güte hauptsächlicher
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